LAURAS POLARZEIT FOLGE 5

Wenn man schießen müsste, hat man vorher schon einiges falsch gemacht

Trotz Corona hat sie es in die Weite geschafft: An Bord der Polar­stern zur „MOSAiC“, der größten Arktis Expedition unserer Zeit. Die Augsbur­gerin Laura Schmidt bewacht dort die Forscher auf dem Eis vor Eisbären. Was treibt sie an? Wir sind regel­mäßig mit ihr in Kontakt und begleiten ab sofort ihren Eisalltag im Rahmen unserer Serie „Lauras Polarzeit“.

XM: Hallo Laura, es ist toll, nochmal von Dir zu hören kurz bevor Du von Bord gehst – was bestimmt nicht einfach für Dich werden wird. Wir haben hier noch ein Thema, das viele aus der Community inter­es­siert: Was macht Ihr, wenn ein Bär zu nahe an die Forscher heran­kommt? Gibt es einen festen Ablauf?

Laura: Das ist sehr stark situa­ti­ons­ab­hängig. Generell versucht man alles Erdenk­liche, um Schaden zu vermeiden. Sicherheit und Schutz für die Menschen und den Bären stehen an erster Stelle. Daher gibt es die Brücken­wache für den Überblick und den Stern Lookout auf der Heckseite des Schiffes. Und: Jede Gruppe auf dem Eis hat einen zusätz­lichen Eisbä­ren­wächter. Bei guter Sicht kann man schon sehr viel früher reagieren, ohne dass man überhaupt eine Flare Gun, also eine Signal­pistole, einsetzen muss. Im Notfall setzt man sie aber ein, um den Eisbären zu vertreiben – und nicht, um ihn zu verletzen.

XM: Ist es denkbar, dass Ihr scharf schießen müsst?

Laura: Das Eisbä­ren­thema ist nicht nur auf dem arkti­schen Ozean relevant, sondern betrifft auch Wander­gruppen im arkti­schen Raum. Wenn man scharf schießen müsste, hat man deutlich vorher schon einiges falsch gemacht. Unsere Haupt­aufgabe besteht darin, einen Kontakt mit dem Eisbären erst gar nicht zustande kommen zu lassen, d.h. unser Job ist, jeglichen Kontakt weit vorher zu verhindern, so dass eine Gefah­ren­si­tuation erst gar nicht entsteht. Das bedeutet: Wird ein Eisbär zum Beispiel gesichtet, bevor die Gruppe auf das Eis geht, wird das Programm gestrichen und die Arbeit erst fortge­setzt, wenn das Tier außer Sicht­weite ist und keine Gefahr mehr für Tier und Menschen besteht. Es geht ja darum, den Eisbären zu schützen und nicht eine Gefahr herauszufordern!

Liebe Laura, vielen Dank für Deine Einblicke, die Du uns in Dein Leben auf der Polar­stern gewährt hast. Das war etwas ganz Beson­deres! Komm gesund nach Hause. Wir freuen uns, wenn wir Dich dann in unserer SkyLounge begrüßen dürfen und Du uns nochmal alles ganz ausführlich erzählst. Bis dann!

Das Interview führte Markus

Copyright Bilder:
Sliderbild: Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann (CC-BY 4.0)
Bilder im Content­be­reich: Laura Schmidt

Hinter­grund

MOSAiC ist die die größte Arktis-Expedition unserer Zeit und bedeutet Multi­di­sci­plinary drifting Obser­vatory for the Study of Arctic Climate. Seitens des Alfred-Wegener-Instituts für Polar-und Marine­for­schung wird diese einmalige Expedition seit ca. 10 Jahren vorbe­reitet und tritt in die Fußstapfen von Ideen­geber Fridtjof Nansen. Im September 2019 hat der deutsche Forschungs­eis­brecher Polar­stern den Hafen von Tromsö verlassen und driftet seit Oktober 2019 verankert an einer Eisscholle im arkti­schen Ozean. Ziel dabei ist, den Klima­wandel in der Arktis besser zu verstehen, denn diese Region ist das Epizentrum der globalen Erwärmung. Nirgendwo sonst auf der Welt wird es so schnell wärmer als in dieser kalten, fragilen und einzig­ar­tigen Erdregion. Gleich­zeitig ist die Arktis eng mit dem Wetter­ge­schehen in unseren Breiten verknüpft. Wissen­schaftler aus der ganzen Welt versuchen die komplexen Zusam­men­hänge und Prozesse von Ozean, Eis und Atmosphäre zu verstehen und somit Wissens- und Daten­lücken zu schließen. Insgesamt ist die Expedition unter­teilt in 6 Zeitab­schnitte, für welche die Forscher und die Crew ca. alle zwei bis drei Monate mittels zusätz­licher Eisbrecher ausge­tauscht werden.
Text: Laura Schmidt, https://alparctica.com

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